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Abstrahlwinkel eines LED-Strahlers: den passenden Lichtkegel wählen

Der Abstrahlwinkel eines LED-Strahlers hilft dir zu entscheiden, wie stark du das Licht bündeln oder verteilen möchtest. Berücksichtige dafür drei Angaben zusammen: Größe der Fläche, Abstand zum Strahler und Strahlrichtung. Derselbe Winkel erzeugt eine andere beleuchtete Fläche, wenn du die Leuchte näher heranbringst, höher setzt oder neigst.

Entscheide vor dem Kauf, ob du einen Gegenstand hervorheben, einen Tisch beleuchten oder für Allgemeinbeleuchtung sorgen möchtest. Vergleiche anschließend den angegebenen Winkel zusammen mit der Lichtverteilung. Eine Gradangabe ist ein Ausgangspunkt, beschreibt das Ergebnis in deinem Raum aber nicht vollständig.

Originale Frontansicht des quadratischen Strahlers 20091 mit runder Optik und integrierter LED
Originale Frontansicht des Strahlers 20091 mit angegebenem Abstrahlwinkel von 36°. Das Bild des ausgeschalteten Geräts stellt keine Messung seiner Lichtverteilung dar.

Was der Abstrahlwinkel tatsächlich angibt

Er wird in Grad angegeben. Nach der technischen Definition von ERCO entspricht er dem Winkel zwischen den Richtungen, in denen die Lichtstärke auf 50 % des Werts auf der Hauptachse abfällt. Seine Grenze ist daher keine scharfe Kante, jenseits derer jedes Licht verschwindet.

Bei einem annähernd kreisförmigen Lichtkegel konzentriert ein kleiner Winkel den Hauptbereich auf eine kleinere Fläche; ein großer Winkel verteilt ihn bei gleichem Abstand weiter. Manche Optiken erzeugen ovale oder asymmetrische Verteilungen. In solchen Fällen solltest du das Diagramm des Produkts prüfen, statt von einem runden Lichtkegel auszugehen.

Abstrahlwinkel, Ausrichtung und Lichtmenge: drei verschiedene Angaben

  • Abstrahlwinkel: beschreibt die Winkelbreite des Lichtbündels, das die Leuchte verlässt.
  • Ausrichtung: gibt an, wohin sich der Kopf richten lässt. Ein schwenkbarer Strahler hat nicht unbedingt einen einstellbaren Abstrahlwinkel.
  • Lichtstrom: wird in Lumen angegeben und beschreibt die abgegebene Lichtmenge; er entspricht nicht der Beleuchtungsstärke an jedem Punkt eines Tisches.

Zwei Geräte mit gleicher Lumenzahl können das Licht unterschiedlich verteilen. Suche zum Vergleich des Ergebnisses auf einer Fläche nach photometrischen Angaben: Lichtstärkeverteilung und, sofern verfügbar, Beleuchtungsstärken bei angegebenen Abständen. Wattzahlen und ein Foto im eingeschalteten Zustand reichen nicht zur Wahl des Lichtkegels.

So schätzt du den beleuchteten Durchmesser ab

Der Durchmesser des Lichtkegels hängt von Winkel und Abstand ab. Miss bis zur Fläche, die du beleuchten möchtest. Liegt die Decke auf 2,70 m und der Tisch auf 0,75 m, beträgt der senkrechte Abstand zwischen beiden Ebenen 1,95 m, sofern der Strahler auf Deckenhöhe sitzt.

Für einen kreisförmigen Lichtkegel, der senkrecht auftrifft, gilt als geometrische Näherung: Durchmesser = 2 × Abstand × Tangens des halben Winkels. Verwende für Abstand und Durchmesser dieselbe Einheit. Diese Schätzung eignet sich zum Größenvergleich; sie berechnet keine Luxwerte und garantiert keine Gleichmäßigkeit innerhalb des Kreises.

Ungefähre berechnete Durchmesser eines senkrecht auftreffenden, kreisförmigen Lichtkegels
Abstrahlwinkel Bei 1 m Bei 2 m Bei 3 m
24° 0,43 m 0,85 m 1,28 m
36° 0,65 m 1,30 m 1,95 m
60° 1,15 m 2,31 m 3,46 m

Dies sind gerundete Orientierungsrechnungen zum Vergleich der Winkel. Sie stellen weder Messwerte konkreter Katalogstrahler noch den Durchmesser einer vollständig gleichmäßig beleuchteten Fläche dar.

Detail des herausziehbaren Kopfes und der integrierten LED des Strahlers 20091
Katalogdetail: Durch die Bewegung des Kopfes ändert sich die Richtung. Eine Optik mit variablem Abstrahlwinkel oder eine vom Nutzer herausnehmbare LED wird nicht angegeben.

Praxisbeispiel mit einem 36°-Strahler aus dem Katalog

Der Einbaustrahler 20091 ist mit 12 W, 900 lm, 6000 K und 36° Abstrahlwinkel angegeben und besitzt einen herausziehbaren, schwenkbaren Kopf. Seine LED ist integriert und nicht dimmbar. Der Kopf ermöglicht die Ausrichtung des Lichts; ein verstellbarer Abstrahlwinkel wird nicht angegeben.

Stell dir zum Vergleich einen 1,20 m langen Tisch vor, über dem der Strahler senkrecht in 2 m Abstand sitzt. Die geometrische Schätzung für 36° ergibt einen Durchmesser von 1,30 m. Das ist eine Orientierungsrechnung, keine gemessene Lichtfläche dieses Produkts. Bei diesem Abstand ergäben 24° einen Durchmesser von 0,85 m und 60° einen Durchmesser von 2,31 m.

Aus diesem Vergleich lässt sich noch nicht schließen, dass ein einziger Strahler den gesamten Tisch gut beleuchtet. Es fehlen die Tischbreite, die Beleuchtungsstärken und die Schatten der sitzenden Personen. Soll dort gearbeitet werden, empfiehlt sich eine Prüfung der Verteilung über die gesamte Nutzfläche. Für einen dekorativen Akzent kann es sinnvoll sein, den Hauptbereich zu begrenzen.

Was sich beim Neigen des Strahlers ändert

Wenn du ihn auf eine Wand oder einen seitlichen Gegenstand richtest, ändern sich Abstand und Form der Lichtfläche: Sie kann sich verlängern und über das Ziel hinausreichen. Notiere bei einem Bild dessen Größe und Position, den Montagepunkt und den vom Produkt zugelassenen Schwenkbereich.

Prüfe auch die üblichen Aufenthaltspositionen der Personen. Die visuelle Qualität eines Downlights hängt neben der Lichtverteilung auch von Abschirmung und Reflexionen ab. Ein enger oder breiter Lichtkegel allein garantiert keine Blendfreiheit.

Was 120° bei einem Downlight bedeuten

Die quadratischen 20-W-Downlights im LedsCome-Katalog sind sowohl als Einbau- als auch als Aufbaumodelle mit 120° Abstrahlwinkel angegeben. Das ist ein breiter Winkel, der für Allgemeinbeleuchtung geprüft werden kann. Diese Übereinstimmung erlaubt nicht die Aussage, dass beide das Licht exakt gleich verteilen oder denselben Sehkomfort erzeugen.

Prüfe die einzelnen Produktdaten der LED-Downlights und kläre auch die Montage mit unserem Vergleich von Einbau und Aufbau. Die Wahl der Montageart und die des Lichtkegels beantworten unterschiedliche Fragen.

Passende Produkte zum Vergleichen

Eine Auswahl aus dem Katalog, die zu dieser Entscheidung passt. Prüfe vor dem Kauf Produktdatenblatt und Variante; Fotos ersetzen keine Zeichnung und bestätigen keine Kompatibilität.

Checkliste zur Wahl des Lichtkegels und Anordnung mehrerer Strahler

  • Miss den Gegenstand oder die Nutzfläche und den Abstand zum Strahler.
  • Prüfe, ob das Licht senkrecht oder schräg auftrifft.
  • Suche nach Abstrahlwinkel und photometrischer Verteilung des Modells.
  • Prüfe den verfügbaren Schwenkbereich und die Blickpositionen.
  • Untersuche die Überlagerung der Lichtkegel; lege den Abstand nicht allein nach dem theoretischen Durchmesser fest.
  • Bevor du viele gleiche Leuchten einsetzt, bestätige das Ergebnis durch Berechnung oder einen aussagekräftigen Test.

Häufige Fragen

Deckt ein 60°-Strahler immer denselben Durchmesser ab?

Nein. Die Lichtfläche wächst mit dem Abstand und verändert sich, wenn das Licht schräg auf die Fläche trifft.

Lässt sich bei einem schwenkbaren Strahler der Abstrahlwinkel ändern?

Nur wenn er diese Funktion besitzt. Das Drehen des Kopfes ändert die Richtung; für eine Änderung des Abstrahlwinkels ist eine dafür ausgelegte Optik nötig.

Kann ich den Abstand zwischen Strahlern allein anhand des Winkels wählen?

Das reicht nicht aus. Höhe über der beleuchteten Ebene, Photometrie, Schatten und die gewünschte Gleichmäßigkeit beeinflussen die Auswahl.

Liefert ein größerer Winkel mehr Licht?

Er beschreibt eine breitere Verteilung, nicht unbedingt mehr Lumen. Vergleiche beide Angaben sowie die Beleuchtung auf der Fläche.

Bedeuten 120°, dass keine Blendung entsteht?

Nein. Auch Optik, Abschirmung, Leuchtenposition und mögliche Reflexionen auf Oberflächen spielen eine Rolle.

Vervollständige deine Beleuchtungsauswahl

Berücksichtige die Wartung bei der Wahl zwischen integrierter LED und austauschbarem Leuchtmittel und informiere dich bei der Montage eines Panels über die Auswahl des passenden Aufbaurahmens. Weitere Lösungen kannst du in der Übersicht der Beleuchtungsratgeber vergleichen.

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